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Die Weiße Frau von Wolfsegg

 

 

Berühmt wurde die Burg Wolfsegg durch eine Sagengestalt, nämlich "Die Weiße Frau", deren Lichterscheinung mehrere Zeugen gesehen haben wollen und die nach Aussagen von Medien im Nebenzimmer, der "Weizkammer" ermordet wurde.

 

Weiße Frauen

 

An Weiße Frauen wird in ganz Europa geglaubt. Allein in Bayern gibt es mindestens 13. Die Überzeugung, daß Weiße Frauen existieren, die meist als Lichtgestalt in Erscheinung treten, entstammt dem Volksglauben an den "lebendigen Leichnam".

In ihrem zuletzt getragenen Gewand, dem weißen Leichenhemd, können diese Verstorbenen, die entweder durch Mord umgekommen sind  oder im Leben große Schuld auf sich geladen haben, keine Ruhe finden. Die Urmutter der Weißen Frauen lebte im 13. Jahrhundert auf der Plassenburg bei Kulmbach. Zu ihren Lebzeiten soll sie ihre beiden Kinder getötet haben. Bereits seit dem 16. Jahrhundert wird ihre Erscheinung bezeugt.

 



so könnte Klara auf ihren Liebsten gewartet haben, kurz vor ihrer Ermordung

Der gehörnte Ehemann heuerte zwei Bauernburschen aus dem Dorf an, um seine Frau zu töten. Seitdem soll ihr Geist auf der Burg umgehen. Interessanterweise starb nur kurze Zeit später auch Ulrich von Laaber eines plötzlichen Todes. Ein Racheakt des Hammerherrn Georg Moller? Oder am Ende gar der ruhelos umherwandernden Klara?

 

Auferstanden aus Ruinen

Wie auch immer Ulrich zu Tode kam, mit ihm starb das Geschlecht der Laaber aus. Die Burg wurde von den Wittelsbachern als oberbayerisches Lehen eingezogen. Wolfsegg verfiel zusehends - als 1933 Georg Rauchenberger die Burg kaufte, war sie nur noch eine Ruine. Ab 1965 wurde die Burg professionell restauriert. Burgwart Franz Hummel hat neun Jahre lang bei Ausgrabungsarbeiten geholfen. Auch hier kam Unerklärliches ins Spiel: Eine Frau, die angab, in Trance den Mord an Klara von Helfenstein gesehen zu haben, half den Archäologen. Heute erstrahlt die Burg in neuem Glanz. Neben einem Museum beherbergt sie jetzt auch jeden Sommer von Mai bis August den "Wolfsegger Burgsommer".

 

Geister unter Tage?

Die älteste Sehenswürdigkeit in Wolfsegg ist allerdings nicht die Burg, sondern die große Tropfsteinhöhle unterhalb der Wehranlage. Bis heute ist sie nicht völlig erforscht. Statt dessen wurde auch der unterirdische Teil von Wolfsegg lange Zeit mit übersinnlichen Phänomenen in Zusammenhang gebracht: Immer wieder schienen dumpfe Geräusche von hier an die Oberfläche zu dringen. Die Erklärung ist ganz einfach: Das dumpfe Rumpeln stammte wohl von Wilderern, die das erlegte Wild in der Höhle verbargen - und dabei wohlweislich mehr Lärm als nötig machten. So hielten sich alle von der "Geisterhöhle" fern.

 

die Weiße Frau von Wolfsegg

 

Seit eh und je wird in Wolfsegg von der Weißen Frau erzählt. Immer wieder wurde sie nachts auf der Burg als weiße, nebelartige Erscheinung gesehen. Frau Hedwig Pielmeier, die früher in der Burg wohnte, hatte besonders viele Erlebnisse mit ihr.

Frau Maria Bach hörte einmal in ihrem Haus neben der Dorfkirche ein Klingeln. Vor dem Haus sah sie niemanden. Als sie zur Burg hinaufschaute, sah sie ein Licht, das hell strahlte und wieder verging. Sie weckte ihren Mann und beide gingen zur Burg hinauf. Dort fanden sie alles verschlossen und finster.

Georg Rauchenberger machte 1973 eine eigenartige Beobachtung. Im Burghof, an der Stelle ihres vermeintlichen Grabes, sah er nachts einen hellen, nebelartigen Streifen, der sich langsam auflöste.

Immer wieder stellt sich die Frage: Handelt es sich bei diesen Erscheinungen nur um optische Täuschungen oder steckt mehr hinter der sagenhaften Weißen Frau. In der Geschichte der Burg Wolfsegg gibt es im 14. Jahrhundert ein Ereignis, das uns dazu einige Hinweise geben könnte.

 

Gräfin mit dunkler Vergangenheit

 

Die Sage von der "Weißen Frau von Wolfsegg" hat ihre Wurzeln wohl im 15. Jahrhundert. Dann wäre die "Weiße Frau" die Gräfin Klara von Helfenstein, die zu der Zeit mit dem Burgherren verheiratet war, dem edelfreien Ulrich von Laaber. Das Drama spielte sich wohl folgendermaßen ab: Ulrich war, wie damals üblich, viel unterwegs. Klara, die einen Mann im Hause brauchte, um bei Problemen hart durchzugreifen, ließ sich mit Georg Moller ein, dem Besitzer der Hammermühle von Heitzenhofen. Er war ausgerechnet der Erzfeind Ulrichs.

Der gehörnte Ehemann heuerte zwei Bauernburschen aus dem Dorf an, um seine Frau zu töten. Seitdem soll ihr Geist auf der Burg umgehen. Interessanterweise starb nur kurze Zeit später auch Ulrich von Laaber eines plötzlichen Todes. Ein Racheakt des Hammerherrn Georg Moller? Oder am Ende gar der ruhelos umherwandernden Klara?

 

eine andere Version der Geschichte ist diese: 

 

Ulrich von Laaber hatte Streit mit einem Wittelsbacher Hammerherrn in Heitzenhofen, dessen Hammerwerk er gerne selbst besitzen wollte. Er stiftete seine Frau Klara dazu an, den Hammerherrn zu verführen und zum Verkauf zu überreden. Klara jedoch verliebte sich in den Hammerherrn und betrog ihren Mann, der sie daraufhin in einem Eifersuchtsanfall erstach. Anschließend begrub er sie in einem eckigen Turm im Burghof.

 

Auferstanden aus Ruinen

 

Wie auch immer Ulrich zu Tode kam, mit ihm starb das Geschlecht der Laaber aus. Die Burg wurde von den Wittelsbachern als oberbayerisches Lehen eingezogen. Wolfsegg verfiel zusehends - als 1933 Georg Rauchenberger die Burg kaufte, war sie nur noch eine Ruine. Ab 1965 wurde die Burg professionell restauriert. Burgwart Franz Hummel hat neun Jahre lang bei Ausgrabungsarbeiten geholfen. Auch hier kam Unerklärliches ins Spiel: Eine Frau, die angab, in Trance den Mord an Klara von Helfenstein gesehen zu haben, half den Archäologen.

Es ist gut möglich, dass Ulrich seine tote Frau im eckigen Turm begraben hat. Die Medien spürten dort ein Ereignisfeld. Georg Rauchenberger hatte an der entsprechenden Stelle das eingangs erwähnte Erlebnis und bei den Ausgrabungen im Burghof fand man dort eine größere Menge Verwesungserde; sie könnte von einem Leichnam stammen.



Bildnis der weißen Frau von Wolfsegg?

 

Alter der Sage von der weißen Frau

 

Das Alter oder die Urform einer mündlich überlieferten Sage genau festzustellen, ist sehr schwierig, auch im Falle der Weißen Frau auf Wolfsegg.

In der mündlichen Überlieferung in Wolfsegg gibt es die Geschichte von der Weißen Frau schon seit vielen Generationen. Im Jahre 1929 schrieb der Lehrer Joseph Scheidler eine ausführliche Chronik über Wolfsegg, in der er zwar die Sage von unterirdischen Gängen zwischen den Wolfsegger Höhlen und der Burg Laaber erwähnt, jedoch keine Weiße Frau. Die erste schriftliche Nachricht über sie stammt 1952 vom damaligen Burgbesitzer Georg Rauchenberger. Romantisch und sehr phantasievoll bringt er sie mit dem schon damals ausgestelltem Frauengemälde in Verbindung, das sein Vater einmal als Kostümstudie des 16. Jahrhunderts gemalt hatte:

"Ist sie die schöne Unbekannte, um die die Sage von der Weißen Frau auf Wolfsegg sich spinnt, die heute noch, nach Jahrhunderten, irdische Ziele sucht, wenn sie hin und wieder als astralisches Leuchten durch die dämmerigen Räume der Burg huscht und schließlich in der Weitzkammer zerfließt?"

Zur Popularität der Weißen Frau trug auch ein Raubritterspiel "Die Weiße Frau" von Heribert Günther bei, das 1953 vor der Burg aufgeführt wurde.

 

Berichte von Augenzeugen

 

Kurz nach 1960 erschien die Weiße Frau dem Ehepaar Pielmaier, das als Hausmeister die Burg bewohnte.

 

"Plötzlich tauchte im Geäst des Nußbaums schemenhaft eine weiße Gestalt auf. In der Aufregung holte ich meinen Mann aus dem Bett. Auch er konnte das alles wahrnehmen. Immer wieder erschien das Licht im Burghof - und verschwand dann hinter der Mauer." (Bericht Hedwig Pielmaier)

 

Eingehend erzählte das Hausmeister-Ehepaar Pielmaier von dieser Erscheinung, so daß 1966 ein Regensburger Journalist die Story in der damaligen Wochenzeitung groß herausbrachte. Der Bericht wurde in Auszügen nachgedruckt und drang auch ins Ausland. So kam 1968 der New Yorker Parapsychologe Hans Holzer mit seinem Medium Edith Riedl aus Wien, die das sog. Gobelinzimmer, die heutige Kammer, als "böses Zimmer" bezeichnete

 

"Das ist der böse Raum.'Hier ist ein Mord geschehen.

Ich sehe Männer in mittelalterlicher Kleidung

Am Fenster sitzt eine junge Frau. Sie hat Angst vor den Männern, die auf sie zugehen. Einer ist ihr Ehemann, die beiden anderen sind Gehilfen.

Sie werfen die Frau zu Boden, einer sticht sie mit dem Messer nieder." (Bericht Edith Riedl)

 

Nach Hans Holzer und Edith Riedl kamen ein weiteres Medium und auch eine Hellseherin auf die Burg und bestätigten die Erscheinung der Weißen Frau. Auch Georg Rauchenberger begegnete ihr, ebenso bezeugte sie die Familie Bach, die gegenüber der Burg wohnte.

 

Verbreitung durch Presse, Rundfunk und Fernsehen

 

In den letzten Jahren stellten die deutsche Presse, Radio und Fernsehen die Weiße Frau von Wolfsegg immer wieder groß heraus. Es erschienen ausführliche Berichte, die zwar auf den Erzählungen der Augenzeigen beruhten, aber immer noch journalistisch überarbeitet worden waren.

So wurde die Weiße Frau von Wolfsegg zunehmend mit dem Frauengemälde von Rauchenbergers Vater in Verbindung gebracht.


Viele Geschichten von der weißen Frau können natürlich erklärt werden,

aber nicht alle.

 

Ein Zeugnis gibt Franz Hummel, der folgende Begebenheit erzählt:

 

"Ich erinnere mich ganz genau, das war der 27. Juni 1973, wir saßen mit dem Herrn Rauchenberger herinnen und haben ein wenig fachgekundelt über die Burg, über die Renovierung der Burg, und dann passiert folgendes: Rauchenberger ging dann plötzlich in den Hof runter und wie er unten war, ein großes Geschrei „kommts runter, kommts runter, jetzt glaub ich’s auch, dass es eine weiße Frau gibt“ und wir sind dann runter und haben dann gesagt: “Ja was hast du dann gsehen?“ Er sagte: "eine phosphorierte Kugel, die dann als Nebel zergangen ist in dem Turmeck."