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Baugeschichte der Burg Wolfsegg





Die Burganlage besteht aus Vorburg und Burgkapelle sowie aus der Kernburg mit Palas und Burghof. Vorburg und Burgkapelle werden privat bzw. kirchlich genutzt. Die Kernburg beherbergt die Dauerausstellung und ist der Öffentlichkeit zugänglich. Bei der Restaurierung der Kernburg von 1984 - 1989 wurde ihre Baugeschichte von Architekt M.Dittmann und Restaurator S. Mühlbauer weitgehend geklärt. Dabei konnte man 6 Bauphasen feststellen und datieren

 

1. Bauphase (um 1278)

Der Palas wurde bis zur Decke des 1. Stockes errichtet, der halbrunde Wehrturm und die Burgmauer in voller Höhe. Die Mauern wurden dünn verputzt, so daß die erhabensten Steine sichtbar blieben. Das Erdgeschoß bestand nur aus einem Raum und besaß eine flache Holzdecke. Die Außenwände des 1. Stockes waren innen mit Holzbohlen verkleidet, die beim Mauern gleichzeitig als Schalung dienten. Es gab keine massiven Innenwände, wahrscheinlich aber Bohlen oder Ständerwände. Der 1. Stock war durch einen hölzernen Anbau erschlossen mit Zugang neben dem heutigen Treppenturm.

 

2. Bauphase (um 1325-1350)

Das Erdgeschoß erhielt das mächtige Bruchsteingewölbe und die Trennwand. Für den nördlichen Raum, den sog. tiefen Keiler, mußte eine Türöffnung nachträglich aufgebrochen werden. Um den "tiefen Keller" besser nutzen zu können, wurde ein Holzpodest eingezogen, das sich noch an den Balkenlöchern und einer Steinkonsole nachweisen läßt.

 

3. Bauphase (um 1403-1410)

Der Palas wurde um ein Geschoß aufgestockt, die Hofseite und die Innenseiten der Burgmauer wurden flächig verputzt. In den beiden Obergeschossen wurde die Querwand nördlich des heutigen Mittelganges errichtet. Der massive hölzerne Türstock im 1. Stock stammt aus dieser Zeit. Im 2. Stock stattete man im Rittersaal die Wände mit einer bunten Rankenmalerei aus. Dies ist der einzige Raum der Burg mit farbiger Fassung.

 

4. Bauphase (16. Jahrhundert)

Zur Erschließung der beiden Obergeschosse wurde an der Ostseite der Treppenturm aus unverputztem Ziegelmauerwerk angebaut. In den Obergeschossen errichtete man die Querwand südlich des Ganges. Alle Räume im 1. Stock des Palas wurden eingewölbt und mit einem Fußboden aus quadratischen Ziegelplatten versehen.

 

5. Bauphase (um 1721)

Der Dachstuhl wurde in seiner heutigen Form als Krüppelwalm errichtet. Der Treppenturm erhielt den Ostgiebel und das Satteldach. Im 1. Stock wurde in der Südwand des Erschließungsganges ein neuer Kamin eingebaut. Im südlich anschließenden Raum befand sich ein Kachelofen, Im 2. Stock teilte man den südlichen Raum. Beide Räume heizte man jeweils mit einem in der Ecke aufgestellten Ofen.

 

6. Bauphase (19. Jahrhundert)

Im 19. Jahrhundert fügte man in der Nordwand des Erschließungsganges im 1. Stock einen neuen Kamin hinzu. Der südliche Raum des 1. Stockes wurde durch eine Zwischenwand geteilt. Im späten 19. Jahrhundert teilte man im 1. Stock noch den nördlichen Raum.

 

7. Bauphase (20. Jahrhundert)

Ab 1933 führte Georg Rauchenberger längst überfällige Sicherungsmaßnahmen durch und rettete damit die Burg vor dem endgültigen Verfall. Die jüngste Restaurierung begann im Jahr 1986. Zunächst wurde ein verformungsgerechtes Bauaufmaß erstellt. Dann folgten eine Befunduntersuchung und eine dendrochronologische Untersuchung eingebauter Holzteile. Die Generalsanierung wurde in den Jahren 1986 - 1989 zügig durchgeführt.